Musicallibretto -"Licht"oder"Glück auf"- den Opfern des Bergbaus gewidmet

Musicallibretto

  „ Licht „

   oder 

" Glück auf "

Den Opfern des Bergbaues gewidmet.

von Reinhard Schicke

 

 

 

Personen der Handlung :

König der Erdgeister der Hüter aller Schätze des Erdreiches

Erdgeister, die einzelne Edelsteine symbolisieren

indischer Erdgeist, den Rubin darstellend.

brasilianischer Erdgeist, den Smaragd darstellend..      

Südafrikanischer Erdgeist den Diamant darstellend.

Australischer Erdgeist den Opal darstellend.

Singalesischer Erdgeist den Saphir darstellend.

Weitere Erdgeister für Gold, Silber und andere Rohstoffe die den Chor bilden.

·        Schutzheilige der Bergleute : "Die heilige Barbara"

Jenny, Tochter des Gastwirtes

Hannes, Bergmann 1. (liebend, ruhig, bedächtig, fester Charakter )

Rudolf, Bergmann 2. ( ausgleichend, neutral, vermittelnd )

Karl, Bergmann 3. ( unruhig, jähzornig, böse )

Wilfried, Gastwirt und Vater von Jenny

Steiger Walter

Bergmann 4

Bergmann 5

Bergmann 6

Bergmann 7

Bergmann 8

Bergmann 9

Bergmann 10

Bergmann 11

weitere Bergleute, außerhalb der Verschüttung, in der Kaue u.s.w.

Retter 1 (rote Overall)

Retter 2 (rote Overall)

weitere Retter, die mit der Rettungsmannschaft den Chor bilden.

Symbol des Musical und seiner Werbung sollte eine Grubenlampe sein, einzeln oder zusammen mit gekreuzten Hammer.

Ablauf und Schauplätze der Handlung:

Vor dem Vorhang:

                                  Der Steiger begrüßt das Publikum und führt eine kurze Lobrede auf seinen

                             Berufsstand, über dessen Bedeutung und seinen Gefahren, er endet mit dem 

                             Hinweis den Berufsstand des Bergmannes zu ehren und zu achten.

             Prolog:        Im Erdreich, eine Tropfsteinhöhle, der Palast des Königs der Erdgeister.

1.Akt

            1. Bild :       Eine Festwiese mit Maibaum und Tanzplattform im Mittelbereich,

                            im rechten Seitengrund ein Wirtshaus mit Balkon,

                            links im Hintergrund eine Bergmannszeche.

        2. Bild :        Links, Eingangstor einer Zeche, der Zeche Namens " Barbara ".

          Mitte, Rechts, Umkleideraum der Bergleute, mit Weisskaue, Schwarzkaue und

           Nasskaue.                                                                      

                                  Ganz Rechts, Fahrstuhl zur Einfahrt in den Schacht.

             3. Bild :        Unter Tage, im Schacht, vor Ort, rechts der Fahrstuhl, vor dem Fahrstuhl an     

                                  der Wand die Statue der Schutzheiligen Barbara, links der Stollen vor Ort.

Pause

2.Akt :

    Bild : 1.

       Bild : 2.

       Bild : 3.............. werden in einem Bühnenbild gezeigt, wobei deren Darstellung in 2 Ebenen

                                  erfolgt. Diese Ebene ist hinten fest in einem Drehpunkt verankert,

                                  so daß man diese Ebene vorn zum Zuschauer heben und senken kann und  

                                  somit  über und unter Tage darstellt.

      Obere Ebene :  Szenen über Tage

                                  Die Ebene ist vorn gesenkt und gibt das Bild über Tage frei.

                                  Das Zechentor wird mit einem Ende mittig der Bühne, im hinteren 

                                  Teil als Drehpunkt befestigt, so daß das Tor im Radius über die Bühne

                                  geht und der Eindruck entsteht einmal außerhalb und einmal 

                                  innerhalb des Tores zu sein. Außerdem läßt sich das Tor, nach einer

                                  Verankerung, mittig öffnen und schließen. 

      Untere Ebene : Szenen unter Tage

                                  die obere Ebene wird gehoben und  verdeckt das Bild über Tage,

                                  eröffnet somit die Szene unter Tage.

            1. Bild :       Über Tage vor dem Zechentor, Nachricht des Unglückes, Reaktion der

                                 Angehörigen Frauen und Mütter, Zeigen des Passiven gegenüber

                                 dem Aktiven, den Rettungsarbeiten, den Rettern, der Grubenleitung.

        2. Bild :       Unter Tage, im verschüttetem Schacht bei den Eingeschlossenen.

-         Dunkelheit/Licht -,- Glaube/Liebe/Hoffnung -,- Leben/Tod -.

-          

             3. Bild :       Befreiung der Eingeschlossenen durch die Dahlbusch-Bombe.

                                 Gleichzeitiges Schlußbild mit Chor zur Lobpreisung des Lichtes,

          der Grundlage allen Lebens.

Ende.

Vor dem Vorhang :

Der Steiger Walter tritt vor dem Vorhang, in Bergmannsuniform und spricht zum Publikum :

Seit willkommen. 

Sehet nun und Höret zu, wenn von unserer alten Bergmannstradition berichtet wird.

Wie wir Schätze aus dem Erdreich abbauen, unter der ständigen Gefahr, Opfer des Berges zu werden, laßt euch warnen, gehet achtsam um, mit dem was wir im Schweiße unserer Arbeit dem Berg abgerungen haben, wofür wir als Helden der Nation gefeiert wurden und nunmehr nicht mehr gebraucht, vergessen von denen die uns einst gepriesen hatten.

Deshalb sehet genau hierher und gehet in Euch, um zu Achten und zu Ehren was einstmals von uns geleistet wurde.

Steiger Walter tritt ab.

Ouvertüre :

Musik beginnt, nur für sich, zur Wirkung der Rede und zur Eröffnung des Prologes.

Aus dem Nichts taucht der Königspalast der Erdgeister mit seinem Hofstaat auf.

Vorhang sollte schleierhaft sein und nach Erhellung der Szene entfernt werden.

Prolog:

Bühnenbild :

Dunkle Bühne / mystische Musik / kauziger Altgesang / Bühnenmitte der König der Erdgeister.

Aus dem dunklem, erhellen Scheinwerfer langsam den singenden König der Erdgeister,

im weiteren Verlauf fallen die anderen Erdgeister in den Gesang mit ein.

Ablauf:

Der König der Erdgeister, schildert singend seinen Reichtum, den er im Erdreich besitzt. 

Er singt über die Arten von Schätzen und Rohstoffen wie : Öl, Kohle, Erz, Silber, Gold, Edelsteine, Diamanten und das Menschen im alles rauben und dieses immer mehr und mehr.

Bei jeder einzelnen Nennung einer Schatzart, durch den König der Erdgeister, erscheinen  Erdgeister des Landes und Kulturkreise, aus und in dem diese Bodenschätze vorkommen und preisen, zur Musik und Ausdrucksweise ihres Kulturkreises den Reichtum  ihres Landes.

Die erscheinenden Erdgeister singen erst einzeln und stimmen dann im Gesang ihres Königs mit ein, um mit jedem erscheinenden Geist / Schatzsymbol eine Chorgrösse entstehen zu lassen der stimmgewaltig die Verteidigung der Schätze des Erdreiches verspricht und singend einen Eid dem König der Erdgeister leistet, zum Schutze Ihrer Schätze.

Sie schwören auf Kampf und Verderben gegen all diejenigen, die Ihrem Erdreich diese Schätze entreißen wollen, insbesondere den Bergleuten gegen die sie mit der Gefahr von Steinschlag, Wassereinbruch und Gas, ihren Hort verteidigen müssen.

Es muß dabei der Eindruck eines singenden Dialoges entstehen unter Führung des Königs, als dominierender, verbunden  mit der Preisung der Erdgeister zu den einzelnen Ländern und Schätzen, wie zum Beispiel : Indien / Rubine, Brasilien / Smaragde, Südafrika / Diamanten, Australien / Opale, Sri Lanka / Saphire und überall Gold, Silber, Gold, Silber, Gold.

Dem Zuschauer muß sich bildlich die Erde öffnen damit er Einblick in das Erdreich erhält, verbunden mit der singenden Ausdrucksweise, unterschiedlicher Kulturen der einzelnen Erdgeister, um dann auf dem Höhepunkt, einen Chor der Geister entstehen zu lassen, der  mit Getöse, Donner und Krawall in einer Gemeinsamkeit des Ausdruckes endet, mit dramatischem Theatralismus sich in imaginäre Erdschichten versinkend verschließt, damit die Schätze im Erdreich verbleiben und dem Zugriff der Gierigen entzogen wird aber die Sehnsucht zu den Schätzen verbleibt, die sich

irgendwo in der Erde befinden und vehement von den Erdgeistern unter Führung ihres Königs verteidigt werden, gegen Zugriff und der Habgier der Menschen.

1.Akt

1.Bild :    Bühnenbild

                Festwiese mit Maibaum und Tanzfläche im Mittelbereich,

                im linken Seitengrund ein Wirtshaus mit Balkon und einem Vorgarten,

                rechts im Hintergrund eine Bergmannszeche.

                Zwischen Mitte und Rechts, Platz für Aufmarsch einer Bergmannskapelle

                die das Steigerlied " Glück auf, Glück auf " spielen sollte.

Ablauf :

Der Morgen bricht an, das Leben im Ort regt sich.

Im Gasthaus „ Zur Zeche „ , schmücken zwei Kellnerinnen den Vorgarten mit Girlanden, in

freudiger Stimmung für das bevorstehende Fest.

Auf dem Balkon erscheint Jenny, die Gastwirtstochter, sie begrüßt die beiden Kellnerinnen im Vorgarten und führt ein kurzes Gespräch mit Ihnen, wie es geht und ob alles vorbereitet ist,

für das große Fest.

Dann wendet sie sich dem Himmel zu, der einen schönen Tag verspricht, denn die Sonne              entfaltet gerade ihre ersten Strahlen über die gesamte Szene, wodurch sich Jenny gefühlvoll

dem Sonnenaufgang zuwendet und ein Lied ( Arie ) anstimmt in der die Sonne gepriesen wird

als Licht des Lebens, Sinnbild der Liebe, hell und heiß, das kalte erwärmend, dem dunklen seine Macht nehmend und jeden grauen Alltag in einem besseren und schöneren Licht erscheinen läßt.

Noch während der Arie von Jenny, an das Licht der Sonne, erscheinen drei junge Bergleute

Hannes B1, Rudolf B2, und Karl B3, in ihrer traditionellen Tracht der Bergleute,

auf dem Platz am Maibaum und lauschen andächtig dem Gesang der Jenny.

Jenny beendet ihr Lied und wird durch den Beifall der drei Bergleute, erst auf ihre Anwesenheit aufmerksam gemacht. Sie ist verschämt und geniert sich, das die drei Ihren Gefühlausbruch miterlebten, die wiederum sind alle verzaubert von Jennys Anmut und überstürzen sich in Komplimente um die Gunst der Jenny zu erlangen.

Die drei Bergleute ( Drei Tenöre ) singen im Trio, lustig, gegenseitig neckend und Ihre Vorzüge preisend, um Jennys Gunst buhlend, in dessen Verlauf sich Hannes Bergmann 1. (ein ruhiger Charakter) zurück hält und nur noch zwei buhlend weiter singen bis auch der zweite, Rudolf abläßt und somit der dritte, Karl als scheinbarer Sieger aus den singenden Wettstreit untereinander hervor geht. Diesen Sieg genießt er angeberisch und feiert sich prahlerisch selbst. Jenny erwidert, er habe zwar im singenden Wettstreit gewonnen aber Ihre Gunst nicht, diese könne man nicht so einfach erobern, zumal Sie ihn nicht liebe und somit als Verehrer abweise. Von Jenny verschmäht droht er, ich werde es Dir zeigen wer ich bin und was ich kann.!!!       

Unheilvoll steht diese Drohung spannungsvoll im Raum.

Weiteres Volk füllt festlich die Bühne, so daß der Dialog abgebrochen wird und man sich den Geschehnissen zuwendet, zumal man von weitem schon eine Bergmannskappelle hört die nun auf dem Festplatz aufmarschiert und sich spielend formiert, mit dem Lied „ Glück Auf, Glück Auf, der Steiger kommt.„

Die Kapelle, in traditioneller Uniform gekleidet, formiert sich auf dem Festplatz.

Der Steiger Walter kommt und begrüßt mit singender Festrede nach alter Bergmannstradition,

die Honoratioren des Ortes, mit Brot und Salz.

Die Honoratioren eröffnen symbolisch das Fest.

Alles ergeht in Jubel und Trubel, auf dem Festplatz vor dem Gasthaus.

Die drei Bergleute trinken, essen und amüsieren sich.

Sie trinken und prosten sich singend (Trinklieder) zu und lassen eine Hoch entstehen.

Rudolf, Bergmann 2. erheb einen Trinkspruch auf den Bergbau, dem alle jubelnd

zustimmend ihr Glas erheben und prostend in ein Loblied auf den Bergbau verfallen.

Jenny bedient die Gäste und auch ihre drei Verehrer, dabei ergreift Karl B.3. Jenny frech und grob,

und versucht mit singendem dreistem Annäherungsversuch die Gunst der Jenny zu erzwingen.

Jenny wehrt sich verzweifelt, der unerwünschten Umarmung zu entrinnen.

Die Biergläser fallen Ihr aus die Hände, die nun frei sich gegen die Umarmung wehren,

doch die starken Arme des Karl B.3. halten fest. Sie schafft es nicht sich zu befreien.

Karl erinnert nun Jenny an Ihre ablehnende Haltung, obwohl Er ihr als bester Sänger das  beste und schönste Ständchen gebracht hatte, weshalb Er nun seine Belohnung wolle, einen Kuß.

Jenny verwehrt und weigert sich, diesen Lohn zu erbringen. Karl erwidert, dann muß ich mir diesen Lohn selber nehmen.

Karl der Bergmann 3. erdreistet sich und erzwingt seinen Kuß, gegen den sich Jenny verzweifelt wehrt.

Nun greift Rudolf Bergmann 2. ein und befreit Jenny aus der Umarmung von Karl Bergmann 3. Jenny stürzt weinend davon in die tröstenden Arme ihres Vaters, Wilfried dem Gastwirt.

Karl Bergmann 3. schlägt auf Rudolf Bergmann 2.  

Rudolf Bergmann 2. schlägt zurück und schlägt Karl Nr. 3 nieder, der zu Boden stürzt.

Hannes Bergmann 1. und der Steiger Walter gehen dazwischen und halten beide Kämpfer getrennt.

Jennys Vater, Wilfried der Gastwirt kommt dazu und maßregelt mit dem Steiger Walter den Karl

und weisen ihm vom Festplatz, den er nicht verlassen will aber dann unter dem zureden von Hannes Bergmann 1. nachgibt.

Das umstehende Volk ( Chor ) verfällt in ein Spottlied, zur Verspottung des geschmähten Liebhabers Karl, der nun unter dem Spott und Hohn, wütend und gekränkt den Festplatz verläßt.

Hannes Bergmann 1. bringt Karl  Bergmann 3. vom Festplatz, wobei Karl  wüste Beschimpfungen gegen Rudolf Bergmann 2. ausstößt und ihm Vergeltung und Rache schwört, denn er habe sich zwischen Jenny und ihm gestellt und verhindert seinen gerechten Lohn, einen Kuß, zu erhalten.

1.Akt

2.Bild :           Bühnenbild

                        Links, Eingangstor der Zeche "Barbara"

Mitte, Umkleideraum der Bergleute, angeordnet in einem Dreieck, wobei links

die Weiss-Kaue ist und rechts die  Schwarz-Kaue. Die Nass-Kaue, in der sich die Bergleute waschen und duschen befindet sich in Bühnenbildmitte im Hintergrund.               

                        Ganz Rechts, ist der Fahrstuhl zur Einfahrt in den Schacht.

Vor Beginn der Schicht.:

Langsam füllt sich die Kaue (Umkleideraum-Weiss-Kaue),

man begrüßt sich und spricht über das Fest vom Vortage.

Hannes und Rudolf treten ein und werden herzlich von den Arbeitskollegen begrüßt.

Man beginnt sich der sauberen Sachen zu entledigen, unter großer Diskussion und Debatte zum

vorherigem Festtage mit seinen Geschehnissen.

Hierbei warnt Hannes B1 seinen Freund Rudolf B2

sich vor Karl B3 in Acht zu nehmen und schildert wie er Karl vom Festplatz nach Hause brachte und welche wüste Äußerungen der Karl B3 gegen Rudolf B2, bei diesen Heimweg von sich gab.

Rudolf erwidert man soll das alles nicht so ernst nehmen schließlich sind wir gute Freunde und müssen bei der gemeinsamen Arbeit gegenseitig schützen und sichern vor den Unwillen des Berges.

Während dieser Worte betritt Karl die Weiss-Kaue und beginnt sich auszuziehen

ohne seine Freunde und die anderen Kumpel zu begrüßen.

Einerseits schämt er sich und andererseits ist er wütend und sauer.

Hannes macht Rudolf aufmerksam das Karl gekommen ist.

Halb ausgezogen geht Rudolf auf Karl zu der sich entkleidet und abwendet wie Rudolf auf in Zutritt.

Rudolf spricht Karl an und reicht im versöhnend die Hand.

Karl reagiert nicht und verbleibt in der abgewendeten Stellung.

Die anderen Kumpel nähern sich und schließen einen Ring um die beiden.

Da Karl in seiner abweisenden Haltung verbleibt legt Rudolf seine Hand auf Karls Schulter und will ihn zu sich wenden.

Karl schüttelt wütend die Hand von sich und nimmt eine drohende Haltung gegen Rudolf ein. Wütend und klagend zugleich wirft er Rudolf vor er habe verhindert die Liebe Jennys zu gewinnen und ihn vor Jenny gedemütigt.

Rudolf hält dagegen, das auf dieser Art keine Liebe zu gewinnen sei und er selber Schuld ist

am Geschehenen und müsse nunmehr damit auskommen, denn es gibt noch andere die Jenny

auch mögen und lieben, er solle deswegen nicht alte Freundschaften zerstören, denn wenn jemand entscheidet, so ist es Jenny selbst, die Ihre Wahl zu Ihrer Liebe trifft.

Darauf schreit Karl und was war der Grund weshalb Du mich gehindert hast Jenny zu küssen.

Ich sage Dir den Grund, Du bist Eifersüchtig, Du selbst liebst Sie.?!?!

Betroffen durch Karls Offenbarung, vor all den Kumpels, senkt Rudolf sein Haupt und schweigt.

Karl, nun im Oberwasser beschuldigt und unterstellt Rudolf, eigennützige Motive weshalb er

und nur Er sich zwischen Ihm und Jenny stellt und so Karls Annäherung zu Jenny verhindern sucht.

Weiterhin führt er an solange Jenny keine Wahl eines Verehrers getroffen hat, stehe es jedem frei um Ihre Liebe zu buhlen und zu werben.

Nach dieser Rede Karls tritt Hannes in den Mittelpunkt der Runde und sagt zu Allen gerichtet,

woher wollt Ihr denn Wissen das Jenny nicht schon einen Geliebten erwählt hat.

Alle Blicke richten sich fragend auf Hannes, hoffend er wisse etwas und würde dieses nun sagen.

Hannes jedoch schweigt und tritt aus dem Mittelpunkt, die Kumpels amüsierend und lachend die Sache erörternd ( Chorgesang ) sich weiter ausziehen und nackt von der Weiss-Kaue in die Schwarz-Kaue wechseln.

Hannes verbleibt noch in der Weiss-Kaue und singt :

" I Dream of Jeanie with the Light Brown Hair ",  von Stephen Forster,

während die Kumpel in der Schwarz-Kaue sind und dort Ihre schmutzigen Arbeitssachen anziehen.

Weiterhin diskutierend und im Gespräch versunken, warten, nun wieder alle gemeinsam

vor dem Fahrstuhl, um in den Schacht einzufahren.

In dieser Situation erscheint oberhalb der Szene der König der Erdgeister, mystisch angestrahlt,

die Hände sich reibend und kichernd sagend : Ja streitet und streut Mißgunst unter Euch, aber kommt in meinem Reich, dort wo ich herrsche und Euch in meiner Gewalt habe.

Tosend verschwindet er und beendet das Bild.

1.Akt

3.Bild           Vor Ort, unter Tage.

Die Bergleute steigen aus dem Fahrstuhl in den Schacht und halten vor einer, dort befindlichen Statue der Heiligen Barbara, ein Schutzgebet für Ihre Arbeit unter Tage ab.

Karl hält sich dabei abseits, grollt den anderen und verrichtet kein Gebet.

Die Szene erstarrt.

In dieser Erstarrung bewegt sich die heilige Barbara und orakelt Unglück,

denen die Ihr die Anbetung verweigern und nicht huldigen, gewährt Sie keinen Schutz.

Die Szene belebt sich wieder.

Der Steiger, Walter führt die Schicht vor Ort und weist die Arbeiten an.

Er ermahnt die Bergleute zur Vorsicht und ins besonders Karl und Rudolf von Streit

abzulassen und diesen beizulegen damit der Arbeitsablauf nicht darunter leidet.

Er fordert Hannes acht zu geben auf die beiden Streithähne. Der Steiger tritt ab.

Kaum ist der Steiger weg stichelt Karl gegen Rudolf.

Rudolf verweist Karl, er solle das unterlassen und sich um seine Arbeit bekümmern.

Hierbei ertönt ein leises hörbares Grollen im Berg, was die Bergleute aufhorchen läßt.

Es herrscht angespannte Stille.

Karl tut das gehörte ab, es habe keine Bedeutung und bezeichnet seine Kameraden als Angsthasen, Sie hätten die Hosen voll und ob Sie schon die Erdgeister spuken hören.

Die Kameraden erwidern er solle ruhig und still sein und sich nicht versündigen,

denn wer unter Tage die Erdgeister nennt, macht Sie erst recht aufmerksam und ruft Sie herbei,

was unser aller Unglück sein kann.

Da weiterhin kein Geräusch mehr zu hören ist, beruhigt sich alles und man beginnt mit der Arbeit vor Ort.

Monotones Arbeitsgeräusch des Abbaues von Erz beherrscht diesen Moment in Musik und Darstellung.

Plötzlich ein Aufschrei, alles hält inne.

Rudolf liegt am Boden und hält seinen Arm. Karl steht mit erhobener Pike über Rudolf.

Hannes kann sich dazwischen werfen und Karl von einen zweiten Hieb gegen Rudolf abhalten.

Tumult bricht aus.

Alle schreien durcheinander, drängen Karl von Hannes und Rudolf ab, schimpfen auf Karl, wie er so etwas gegen einen Kameraden machen kann und das vor Ort, während der Schicht.

Karl ist immer noch rasend.

Der Steiger tritt hinzu und will den Streit klären, wird jedoch von dem aufgeregtem ängstlichem flattern des Vogels in seinem Vogelbauer abgelenkt und fordert laut zur Ruhe, es herrsche Gefahr.

( im Bergbau verwendete man Vögel und andere Tiere zur Wahrnehmung von Gefahren )

Alles lauscht angespannt.  Nichts ist wahrzunehmen außer das flattern des Vogels,

eine gespenstische Stille beherrscht die Szene.

Karl unterbricht die Ruhe, während alle anderen noch in starrer Haltung verharren und gespannt lauschen, brüllt Karl laut und unbeherrscht seine Wut heraus.

( Dieser Wutausbruch in seiner Lautstärke wird von einem Grollen, welches sich vom Donner

zum Getöse und letzt endlich zur Explosion mit Blitz und Staubwolke, von der Bühne in den

Zuschauerraum überträgt und mit totaler Verdunkelung, .............................. die Pause bringt.

Pause

2.Akt

1.      Bild :      Der Platz vor dem Zechentor

Vorhang auf.

Das Zechentor ist geschlossen. Die Zeche liegt in scheinbar nächtlicher Ruhe und Stille.

In dieser Stille ertönt plötzlich die Sirene, welches das Unglück meldet und die Rettungsmannschaft zum Einsatz ruft.

Aus der Stille heraus entwickelt sich die Szene.

Es erscheinen die ersten Leute auf dem Platz vor dem Zechentor, sie fragen was passiert ist.

Es kündigen sich, in Anfahrt aus der Ferne, mit tatü tata die Grubenwehren an.

Das Tor der Zeche wird geöffnet, die Schaulustigen beiseite gedrängt damit die Grubenwehr einfahren kann. Erste Nachricht wird verbreitet, ein Grubenunglück ist geschehen aber keiner weiß,

Wie und Was geschehen ist. Wehgeschrei entsteht, die Angehörigen fordern jammernd Auskunft.

Das Tor wird wieder geschlossen.

Vor dem Tor drängt sich das Volk, hinter dem Tor erschallen Kommandos zur Organisation der Rettungsarbeiten, welches sich durch reges Treiben äußert während sich vor dem Tor banges, starres Erwarten der Menge, in passiver Haltung, darstellt.

Auch Jenny hat sich vor dem Tor eingefunden und versucht zu erfahren was geschehen ist und wer verschüttet ist. Ein kleiner Sologesang von Jenny drückt Ihren Kummer aus, in der Hoffnung das sich Ihre heimliche Liebe nicht unter den Opfern des Unglückes befindet.

Die Szene entwickelt sich dramatisch im zweiseitigen Chorgesang.

Einerseits eine passive Gruppe, die der Frauen und Mütter, die außerhalb des Tores sind

und andererseits die aktive Gruppe, die der Rettungsmannschaften, geführt von der Betriebsleitung.

Jede Gruppe hat einen Vorsänger, der inhaltlich das Passive des Wehklagen

und das Aktive der Rettung zum Ausdruck bringt und von seiner Seite die Gesanges kräftige Unterstützung erhält bis am dramatischen Höhepunkt sich beide Gesänge vereinigen zu einer gewaltigen Kraft, in der Gewißheit einer Rettung der Verschütteten.

Die Betriebsleitung erscheint, und verkündet die Namen der Verunglückten.

Bei Nennung der Namen verfallen deren Angehörige in Wehklagen und schluchzendes Weinen.

Jenny erstarrt wie der Name ihrer heimlichen Liebe genannt wird und geht abseits der Menge,

um allein Ihren traurigen Gedanken nach zu gehen. Sie stimmt ein Lied an, der Hoffnung zur Rettung, zum Glauben eines guten Ausganges des Unglückes und zu Ihrer heimlichen Liebe,

Im gleichen Moment geht die Sonne auf und erfüllt die Szene mit der Helligkeit der Zuversicht und Hoffnung, welches mit dem aufgehen der Sonne, im Lied der Jenny zu empfinden ist und

erstmals nennt Jenny den Namen Ihrer Liebe, den Sie sehnsüchtig, wiederholend singend nennt :

Hannes, Hannes, Hannes..................................

womit dieses 1. Bild des 2. Aktes ausklingt.

2.Akt

2.Bild :   Unter Tage bei den Verschütteten.

Dunkelheit und Stille auf der Bühne. Erste Geräusche,

der Schein einer Grubenlampe flammt auf, ein verzagtes Hallo ertönt, hört mich jemand,

eine wispernde Antwort, die zweite Grubenlampe scheint, weitere Stimmen verständigen sich, sowie sich weitere Lampen entzünden und die Bühne nur durch wenigen Schein, gespenstisch erhellt wird.

Die Verschütteten sondieren durch Zuruf Ihre Lage, wer sich im Hohlraum des verschütteten Stollen befindet und wo.

Hannes fragt nach Rudolf, der meldet sich, so wie der Steiger Walter sich meldet und weitere Bergleute der insgesamt sieben verschütteten Personen.

Steiger Walter fragt nach Verletzungen.

Hannes antwortet er sei halb verschüttet und spüre seine Beine nicht, während andere von Schürfungen und Verletzungen reden.

In diesen Dialog ertönt ein schmerzhaftes Stöhnen.

Alle Grubenlampen richten sich aus auf dieses Stöhnen, in deren Schein Karl zu sehen ist.

Bemerkungen wie : Auch das noch ; wieder unser Problemfall ; Mit ihm bleibt nichts erspart,

fallen in der Stille.

Der Steiger ermahnt die anderen, so etwas zu unterlassen, spart Eure Kräfte und schaltet die Lampen aus, nur zwei brennen weiter, wir müssen sparsam mit dem Licht sein.

Nach Anweisung an Rudolf er solle sich um Hannes kümmern, robbt er kriechend zu Karl, den er im Schein seiner Lampe untersucht und feststellt das dieser schwer verletzt ist.

Steiger Walter ruft einen unverletzten Kumpel herbei damit dieser Mithilfe leistet zu einer Notversorgung von Karl und sich weiterhin um in bekümmern soll, dabei flüstert Steiger Walter dem Kumpel zu, für Karl zeigt sich wenig Hoffnung.

Worauf der Kumpel laut antwortet, für uns alle gibt es keine Hoffnung mehr, wir sind lebendig begraben und leiden noch, wenn Karl sich schon drüben im dunklem Jenseits befindet.

Alle sind entsetzt und wie gelähmt. Eisige Stille.

In dieser Stille hinein ertönt die Stimme von Hannes, wie kann's Du so etwas sagen, glaubst Du denn an nichts  mehr, vor kurzen noch hast Du zur Heiligen Barbara, um Ihren Schutz gebetet.

Weshalb hast du vor Ihr gekniet.? Es war Dein Glaube der dich dort knien ließ.

Es ist der Glaube, der uns die Hoffnung und die Liebe gibt, wovon ein jeder träumt, sie zu finden und zu erleben, um ein glückliches Leben zu führen, mit seiner Liebe, seinen Freunden und mit all den anderen Mitmenschen, in Ruhe, Frieden und Glück.

Dieser Glauben ist es woraus wir die Kraft und Hoffnung schöpfen, nicht nur das Licht der Sonne wieder zusehen, sondern auch unsere Frauen und Freunde, die jetzt dort oben um uns bangen.

Ich will meine Lieben wiedersehen und vor allem meine große Liebe.

Meine Gefühle und Liebe habe ich nicht zu gestehen gewagt, was ich zutiefst bereue, aber jetzt wo ich fühle und meine Liebe zu Ihr so stark empfinde, ist es klar, ich will Sie wiedersehen und ich habe den Glauben das ich Sie wiedersehen werde. Bisher fehlte mir der Mut Ihr meine Liebe zu offenbaren, hier unter Tage, in dieser Katastrophe erkenne ich meine Liebe zu Ihr, es ist mir klar

geworden welche Bedeutung sie hat, dafür hoffe und kämpfe ich und gebe nicht auf.

Glaube und Liebe ist das Leben, was mich hoffen läßt, denn wir sind noch nicht gestorben.

So müßt Ihr glauben und hoffen, der Glaube verläßt uns nicht wenn wir lieben.

Denkt an jene die Euch lieben und die ihr liebt, denkt an Sie und Ihr gebt nicht auf,

denn Glaube und Liebe das ist unsere alleinige Hoffnung. Diese Hoffnung stirbt zuletzt

und erst wenn alles, aber auch alles andere Tod ist, erst dann stirbt Sie.

Solange Sie jedoch in uns lebt, so leben auch wir und erdulden was uns das Schicksal auferlegt hat.

Steiger Walter bekundet zustimmend die Worte von Hannes und fügt dem hinzu.

Meine Frau muß bald niederkommen, mit unserem zweiten Kind und ich glaube, daß ich dieses Kind, ob Sohn oder Tochter sehen werde, das ist mein Glaube und meine ganze Hoffnung, hier lebend heraus zu kommen.

Hier wäre ein Lied zu Glaube, Liebe, Hoffnung angebracht, passend mit dem Abschluß

das die Hoffnung zuletzt stirbt.

In diesem Lied zu Glaube, Liebe, Hoffnung erscheint die Vision der Heiligen Barbara und übernimmt das Lied mit der Aussage glaubet fest und Eure Hoffnung erfüllt sich, nur der, der nicht glaubt, hofft vergebens.

Mit dem verschwinden der Vision wird ein Zwischenbild eingerichtet, indem sich die obere Ebene senkt und das Zwischenbild der aktiven Rettungsarbeiten, über Tage zeigt.

Gleichzeitig wechselt das dunkle unter Tage ins helle grelle Licht der Szene über Tage.

Emsiges treiben der Rettungsmannschaften stellt sich dar, der Krisenstab führt die Retter zu einem Punkt, hier müssen wir bohren, hier ist die größte Hoffnung Sie zu finden und zu retten.

Die Aufstellung des Bohrgerätes erfolgt an dieser Stelle und beginnt mit der Bohrung.

Ungeduld und Hektik der Menschen bestimmen das Bild, während die technischen Maschinen

ihre eigene Zeit benötigen und vorgeben, unberührt von menschlichen Emotionen, gleichmäßig, stoisch, emotionslos arbeiten, unberührt der tragischen Schicksale in der Sie eingebunden wurden.

Hier sollte sich in der Musik die Monotonie des Arbeitsablaufes wie im 1.Akt Bild 3. wiederfinden.

Die obere Ebene wird wieder gehoben und gibt den Blick zur unteren Ebene frei, unter Tage den Unglücksort zeigend, wobei wiederum das Licht von hell ins dunkle übergeht und der düsteren Szene sich anpaßt.

Dunkelheit herrscht, die Grubenlampen verlöschen, die Batterien haben keine Energie mehr.

Es erscheint, in blau fluoreszierend, der König der Erdgeister und besingt die Szene der Unglücklichen.

Nun habe ich Euch in meiner Gewalt, Ihr könnt mir meine Schätze nicht mehr stehlen.

Was mit einem dramatischem Grollen im Berg unterstrichen wird.

Mit jeder weiteren Rede, in der er den Tod der Bergleute fordert ertönt ein grollen, knistern und blitzen.

Der König steigert sich in Wut und Rage, bis er zum Abschluß der Szene sein Opfer fordert

und mit einem bebenden Grollen einen Felsbrocken von der Decke lösen läßt, der auf Karl nieder fallen soll und auch niederfällt und diesen erschlägt.

Diese Szene wird von den anderen verunglückten Bergleuten dramatisch im Duett besungen und somit unterstützt.

Text (sollte in etwa) :  Todesangst, Todesfurcht, verlasse uns und weiche;

nimm uns nicht  in deiner Unterwelt, mache uns nicht zur Leiche.

In den letzten Atemzügen liegend, bittet Karl seine Kumpels um Vergebung und um die Gnade

der Heiligen Barbara, die nochmals erscheint.

Mit Ihrer Erscheinung bricht Sie die Macht des Erdgeistkönigs und beendet dessen Auftritt.

Mit ihrer Erscheinung dokumentiert Sie die Macht des Glaubens und Hoffen nochmals,

unter Hinwendung zum tödlich getroffenen Karl bietet Sie im Vergebung an die Er, in seiner Not dankbar annimmt.

Die Heilige Barbara vergibt die Sünden und die Schuld Karls, begleitet ihn dabei imaginär

ins Reich des Jenseitigen, womit Karl verstirbt und seine Seele ins Unendliche eingeht.

Den, nach dem Steinschlag, überlebenden Kumpels gewährt die Heilige Barbara ihren Schutz,

wenn Sie festen Glaubens sind und die Hoffnung zum Leben und zum Licht nicht verlieren.

Klagend betrauert man den Tod Karls, der bei all seinen Schwächen und Fehlern,

jedoch ihr Arbeitskumpel war.

Mit dem Tode Karls verzagen die Kumpels und verabschieden sich imaginär, mutlos im Geiste,

von der Hoffnung einer Rettung.

Nochmals erscheint die heilige Barbara und beschwört die Verunglückten nicht zu verzagen und festen Glaubens zu sein, weiter zu hoffen und Ihre Hoffnung nicht aufzugeben.

Mit dem Tode Karls ist dem König der Berggeister das Opfer erbracht worden, weshalb nunmehr das Licht des Lebens Sie, die noch Lebenden, nicht verlassen wird.

Mit einer gleißenden Helligkeit, über das gesamten Bild, das Licht symbolisierend, wird diese Szene verstärkt und beendet.

Hier sollten begleitend, Anfänge einer triumphalen, finalen Musik ansetzen die endgültig in der Schlußszene mit der Rettung der Bergleute Ihren Höhepunkt und Abschluß findet.

2.Akt

3.Bild :  Bühnenbild

              Die Befreiung und Rettung der Eingeschlossenen bei gleichzeitigem Schlußbild

              mit Chor- Finale zur Lobpreisung des Lichtes, der Grundlage allen Lebens.

Ablauf :

Die Szene eröffnet sich mit dem Bild unter Tage.

In absoluter Dunkelheit dösen apathisch die Verunglückten vor sich hin.

Ihre tödliche Gefahr wird momentan verdrängt durch das vorrangige Wirken von Durst und Hunger.

Darum fallen Bemerkungen des Durstes, des Hungers, ein allgemeines klagen der Entbehrung.

Wunschträume werden geäußert über Essen und Trinken, sowie weitere Phantasien über sonstige Annehmlichkeiten einer zivilisierten Welt.

Ein im Dialog, geführtes Klagelied der Verunglückten.

Bewegungen im Berg lassen den Steiger Walter aufhorchen und zu den Kumpels gerichtet fragen ob sie auch etwas hörten, was diese verneinen und sich wieder Ihrer Apathie überlassen.

Wieder schreckt Steiger Walter auf, hab Ihr das nicht gehört, alle lauschen, ja da ist etwas bestätigt ein anderer, aber was ist das.?

Während einige sich von Hoffnung beseelt aktivieren, murren andere, man solle sich doch keiner Illusion mehr hingeben. Wir sind für den Tode bestimmt.

Und doch eine neugierige aber ängstliche Aktivität entwickelt sich. 

Befürchtungen und Ängste äußern sich, diesem unbekannten Geräusch gegenüber.

Man stellt Mutmaßungen an. Hoffnung artikuliert sich.

Plötzlich in dieser Unsicherheit und Ungewissen fallen Gesteinsbrocken von der Hohlraumdecke vermischt in einer Staubwolke bohrt sich ein Bohrer in den Hohlraum.

Erste Kontakte zwischen Über- und Untertage manifestieren die Rettung bis endlich eine

Dahlbuschbombe erscheint, der ein Retter entsteigt mit freudigen Rufen begrüßt.

( Bei dieser Szene stellt sich die Bühnenebene so ein, das der Zuschauer  vom Blick

unter Tage, gleichzeitigen Einblick über Tage erhält )

Die Rettung der Bergleute leitet sich ein.

Mit dem Ablauf der Rettung der einzelnen Bergleute geht nicht nur eine triumphale Musik einher sondern auch die visuelle Darstellung des Wechsels vom Dunklem ins Helle, welches die Verunglückten erleben.

Mit der Errettung der Bergleute vollzieht sich eine Vereinigung der Retter mit den Geretteten, sowie deren Angehörigen zu einem abschließenden triumphalen Chor, der das Licht und somit dem Leben preisend, eine gewaltige Schlußszene entstehen läßt, worauf der Vorhang fällt.

Schluß.

 

 

alle Rechte beim Autor:

Reinhard Schicke

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Berlin-Köpenick, den 10.03.2003